Britta Orlowski - Pampelmusenduft

Kurzbeschreibung:

 

Die Geschichte über die Menschen in St. Elwine geht weiter... Als Charlotte und Tyler sich zum ersten Mal begegnen, stehen beide unter Stress. Sie kehrt nach langer Tätigkeit in der Entwicklungshilfe heim und fühlt sich von der Menschenmenge auf dem Flughafen erschlagen. Er hingegen ist Rocksänger, hat eine kräftezehrende Tournee hinter sich und kämpft mit einem Jetlag. Daher hält sie ihn für einen enthusiastischen Fan und er sie für eine zickige Touristin. Was als Verwechslungskomödie beginnt, entwickelt sich allmählich zu einem mysteriösen Versteckspiel. Bald erhält Tyler Anrufe und Drohbriefe. Wer ist der Stalker? Nachdem es immer wieder zu überraschenden Wendungen kommt, spitzt sich die Lage plötzlich dramatisch zu... Eine furiose Liebesgeschichte, deren Spannungsbogen bis zur letzten Seite reicht. Liebhaber von Romanen im Patchworkmilieu kommen auf ihre Kosten und treffen auf alte Bekannte aus Band eins.

 

Rezension:

 

Nachdem ich erst vor Kurzem „Rückkehr nach St. Elwine“ von Britta Orlowski begeistert verschlungen habe, freue ich mich nun enorm das mich meine Lesereise mit „Pampelmusenduft“ erneut nach St. Elwine entführt hat!

 

In "Pampelmusenduft" lernen wir neue Protagonisten kennen, die uns im Vorfeld in "Rückkehr nach St. Elwine" nur als geringfügige Nebenfiguren begegnet sind, den eigentlichen Verlauf bis dahin aber nicht beeinflusst haben. Zum einen sind da Tyler O`Bryan, von dem wir lediglich wissen, dass er Rockstar ist, und die Damen in St. Elwine mit seiner Musik bezaubert. Über Charlotte (genannt Charly)  erfahren wir lediglich am Ende von "Rückkehr nach St. Elwine" einzelne Informationen. Natürlich begegnen uns auch viele schon bekannte Figuren aus St. Elwine.

 

Mit Charly und Tyler lernen wir zwei Protagonisten kennen, die es beide eher zufällig nach St. Elwine verschlägt. Während Charly viele Jahre in Afrika gelebt hat, und durch den Tod ihrer Mutter zurück an den Ort ihrer Kindheit kehrt, sucht Tyler die Abgelegenheit der Natur und die Ruhe um sich vom Rockstar Leben zu erholen, und landet dabei eher durch Zufall in St. Elwine.

 

Schnell lässt Britta Orlowski durchblicken dass Tyler ein schweres Schicksal hatte, auch werden dem Leser von Anfang kleine einzelne Informationen gegeben, die dem Leser eine Ahnung geben, was ihn erwartet. Das ganze Ausmaß von Tylers Schicksal begegnet uns aber lange nicht. Wir erleben in der ersten Hälfte des Buches wie sich Charly und Tyler näher kommen, zu Freunden heranwachsen aber immer eine gewisse Distanz halten. Wie man es eben von den Genren Chick Lit & Romance kennt. Nur am Rande, diskret taucht immer öfter ein Stalker auf, der sich aber in regelmäßigen Abständen verzieht und somit der romantischen Geschichte Platz macht. Aber mit jedem Mal möchte man als Leser mehr wissen, was ist wirklich passiert, was haben die Hinweise zu bedeuten, was ist in Tylers Kindheit geschehen?

 

Während man liest, wird man von der Geschichte immer mehr gefangen, Tyler als Protagonist tritt mehr in den Vordergrund, Charly rückt etwas an den Rand der Geschichte. Der Stalker tritt öfter in Erscheinung, und letztlich erwischt es noch den Falschen. Die Ereignisse überschlagen sich, und es bleibt Tyler nichts übrig als seine lang vergrabenen, zum Vergessen verurteilten Erinnerungen hervorzuholen und sich ihnen zu stellen!

 

In einer längeren Erzählperiode erfahren wir dann von dem Kindesmissbrauch, der Gewalt und den Misshandlungen und Ausmaßen menschlicher Ungerechtigkeit mit der Tyler viele Jahre konfrontiert war. Erbarmungslos und detailliert schildert Britta Orlowski Einzelheiten, die beim Leser die unterschiedlichsten Gefühle auslösen. Von Wut über Beklemmung mit Bauchweh bis Trauer ist alles dabei. Zum einen fühlt sich der Leser schockiert zum anderen verletzt und letztlich bleibt auch eine Bewunderung an die Autorin, dass sie dieses Thema auf eine schockierende, detaillierte Art und Weise an den Leser bringt. Sie rührt auf und regt zum Nachdenken an.

 

Erst nach dieser längeren Phase kommen der Stalker  und Charly auch wieder ins Spiel, und letztendlich nimmt das Buch in Liebesdingen die erwartete Richtung, was den Stalker betrifft erfahren wir doch eine Überraschung. Wer der Stalker ist, bleibt bis kurz vor Schluss spannend, und leider werden wir auch eine uns bekannte und geliebte Person von St. Elwine verlieren.

 

Britta Orlowski schreibt in wunderbarer amerikanischer Schreibweise, wie bei „Rückkehr nach St. Elwine“ würde ich sie in eine Reihe stellen mit Susan Mallery oder Rachel Gibson. Dennoch ist „Pampelmusenduft“ dem Chick Lit & Romance Genre entwachsen und diesem nicht eindeutig zuzuordnen. Letztlich ist es für mich ein gelungenes Crossover, das auch in Genres wie Drama, Thriller, Reality, und eben Romance zu Hause ist. Es ist ein erwachsener Roman, der ohne naive Protagonisten und überzogenen Übertreibungen auskommt. Der richtige Mix aus Liebe und Gefühl mit einer gehörigen Portion Spannung und Dramatik! Geschichten mit Wow-Effekt und das bis zum Schluss! Sobald Zitronentagetes herauskommt, werde ich wieder nach St. Elwine reisen! Und lege jeden „Pampelmusenduft“ und auch „Rückkehr nach St. Elwine“ ans Herz. 

 

Nici

 

Mehr über Pampelmusenduft erfahrt ihr hier  

 

Hier gibt es auch einen tollen Buchtrailer: Klick

 


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