Petra Schier - Verrat im Zunfthaus

 

Klappentext:
Eine neugierige Apothekerin. Ein toter Zunftmeister. Ein Verrat, der ganz Köln erschüttert.

Bei einem Besuch im Zunfthaus entdeckt die junge Apothekerin Adelina die übel zugerichtete Leiche einer jungen Frau. Kurz darauf verschwindet deren Verlobter, ein Zunftmeister. Alle gehen von einer Eifersuchtstat aus – bis auch er tot aufgefunden wird. Adelina hat allerdings andere Dinge im Kopf als die Aufklärung dieses Falls. Doch dann tauchen Münzen bei ihr auf, die dem Bestechungsgeld der Patrizier an die Zünfte entstammen und Adelina gerät in den Verdacht, die Stadt Köln verraten zu haben…

 

 

 

 

 

Handlung:

Die junge, resolute Apothekenmeisterin Adelina hat alle Hände voll zu tun mit der Ausführung ihrer Geschäfte, Halten des Haushalts, Pflege ihres kranken Vaters, Anlernen der zwei Lehrmädchen und Versorgung ihres dreimonatigen Sohnes Colin.

Als sie die Leiche der jungen Bela findet, sind alle sehr schockiert über diese grausame Tat. Nach ihrer Aussage zu der Frau versucht sie sich aus den Ermittlungen weitestgehend rauszuhalten. Doch als Gewaltrichter Reese sie erneut um Rat fragt, kann auch sie ihre eigene Neugier nicht zügeln und hört sich ein wenig unter ihren Kunden um. Und dann kündigt sich auch noch ihre Schwiegermutter für einen Besuch an.

Nach dem Auftauchen der zweiten Leiche, bei der es sich um den vermissten Zunftmeister und Verlobten, der bereits toten Bela handelt, sind die Ermittler recht ratlos. Schließlich sind beide Leichen aufs übelste zugerichtet. Der Verdacht geht schnell dahin, dass die Beiden etwas mit dem Bestechungsgeld der vertriebenen Patrizier zu tun haben müssen. Nachdem die Stadtverwaltung neu geordnet wurde, versuchen diese durch alle Mittel die verlorene Macht wiederzuerlangen.

Als plötzlich zwei Männer auftauchen um Adelina erneut zu befragen, ist sie anfangs verwundert und unsicher. Als sie am darauf folgenden Tag jedoch selbst festgenommen wird, spitzt sich die Lage zu. Bei der Festnahme wurden Bestechungsgelder der Patrizier bei ihr gefunden und alles deutet auf einen Hochverrat hin.

Als dann auch noch ihre kleine Stieftochter spurlos verschwindet, sind alle außer sich vor Angst die Patrizier könnten es auf Adelina und ihre Familie abgesehen haben…

 

Kritik:

Petra Schier ist eine hervorragende Autorin, die bekannt ist für die Liebe zum Detail in ihren ausführlichen Recherchen. Ihre Romane sind wunderbar abgehandelte Geschichten mit unterschiedlichsten Charakteren und spannenden, sowie mitreißenden Handlungen.

In dem nun dritten Teil ihrer Reihe um die Junge Adelina mit dem Titel „Verrat im Zunfthaus“ hat sie sich meiner Meinung nach wieder einmal selbst übertroffen. Die Verstrickungen der Personen in die Handlung sind wunderbar durchdacht. Als stiller Beobachter verfolgt man das Leben der Hauptprotagonistin und erfährt, wie sie es meistert und immer wieder in komplizierte Mordfälle gerät, die so einige Schwierigkeiten mit sich bringen.

Dabei geht es um den Machtstreit der gestürzten Patrizier und die Intrigen, die von Fern in der Stadt gesponnen werden. Nach und nach werden diese aufgedeckt und man wird auf jeder Seite mit neuen Geheimnissen überrascht. Auch in Adelinas Familie entstehen so einige Schwierigkeiten, die das Zusammenleben stören. Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch nicht zu viel verraten, lest es doch einfach selber.

Die Reihe und speziell dieses Buch sind eigentlich ein Muss für jeden Fan historischer Romane. ;)

 

Lotti

 

 

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