[Rezi] Kerstin Hohlfeld - Herbsttagebuch

Rosa Redlich Reihe #2

Kurzbeschreibung:

 

Schneiderin Rosa findet ein uraltes Tagebuch. Es sind die Aufzeichnungen von Augusta von Liesen, einer lange verstorbenen Verwandten ihrer Freundin Vicki. Die Einträge enden rätselhaft und Rosa erfährt, dass Augusta urplötzlich gestorben ist. Sie will unbedingt herausfinden, was damals passiert ist. Zumal die alte Geschichte hochbrisante Auswirkungen auf die Gegenwart hat. Wird es ihr gelingen, das alte Familiengeheimnis aufzuklären und dabei Ordnung in ihr eigenes turbulentes Leben zu bringen?

 

Rezension:


Rosa Redlich, die junge Schneiderin, ist wieder da. Während Rosa in "Glückskekssommer" noch versucht hat ihr Leben auf die Reihe zu bekommen ist ihr das jetzt schon ziemlich geglückt. Sie ist glücklich mit Ben, arbeitet wahnsinnig gern in der Schneiderei, hat tolle Freunde, und kann sich vor Spezialaufträgen kaum retten. Aber erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt.  Zuerst finden Rosa dieses wunderschöne alte Tagebuch. Sie fängt an es zu entziffern und sich mit Augusta der Schreiberin und einer von Vickys Verwandten auseinanderzusetzen, nichts ahnend das dieses Tagebuch noch eine große Bedeutung haben wird. In der Zwischenzeit brechen aber viele ihrer Seifenblasen auseinander. Ihre Freundin Vicky erlebt eine einschneidende Veränderung in ihrem Leben, und ihr Freund Basti war auch nicht immer ganz ehrlich, und dann taucht auch noch Leo auf und bietet ihr neben Traumjob auch noch Beziehung an. Damit ist das Chaos in Rosas Leben perfekt.


Wie schon in „Glückskekssommer“ hat mich Rosa wieder beeindruckt. Natürlich hat sie immer noch den leichten Hang zur Naivität aber eigentlich versucht sie nur das Beste für sich raus zuholen. Dabei vergisst sie allerdings sich treu zu bleiben und stößt gern mal ihre Mitmenschen vor den Kopf. Wie es sich für Chick Lit gehört, geht das nicht ohne Klischees und es treten auch noch zusätzliche Personen hinzu. Aber ein bisschen erwachsener ist Rosa innerhalb der wenigen Monate geworden. Das Buch selbst ist flüssig und angenehm geschrieben, es fesselte mich, da Augustas Rolle erst im letzten Drittel richtig zum Tragen kam. Dadurch behielt das Buch auch eine gewisse Spannung bereit. Und wie es sich für ChickLit gehört kommt es auch zum Happy End. Natürlich ist es alles ein bisschen vorhersehbar, aber das entspricht dem Genre und macht die Geschichte umso sympathischer. Insgesamt eine wunderbare angenehme Geschichte, die hoffentlich mit „Herbsttagebuch“ noch nicht zu Ende ist.  

 

Eure Nici

 

"Herbsttagebuch" ist im Gmeiner Verlag erschienen und als Printbook und E-Book erhältlich.

 

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