[Rezi] Heidi Hohner - Zipfelklatscher

Kurzbeschreibung:

 

Wer sagt denn, man könnte nur auf einer Hochzeit tanzen? Die Fischerin Kati Lochbichler jedenfalls nicht. Wenn bei ihr auf der Fraueninsel im »Hotel zum See« eine Hochzeit gefeiert wird, tauscht sie Gummistiefel gegen Partykleid und Perücke und tanzt unerkannt die Nächte durch. Bis ihr der neue Hotelmanager einen Strich durch die Rechnung macht. Doch da hat er nicht mit Katis bayrischem Stursinn gerechnet … »Eine bayerische Romanheldin und schrulliges Inselvolk. Witzig, originell und romantisch!« Rita Falk Dass permanente Idylle nicht automatisch besseres Männermaterial bedeutet, davon weiß die junge Fraueninsel-Fischerin Kati Lochbichler ein Lied zu singen. Weil die unkonventionelle Kati aber trotz Tradition und Familienbetrieb ihren Spaß haben will, geht sie gerne mal im besten Hotel der Fraueninsel auf fremden Hochzeiten tanzen (wobei die Party meistens im Hotelbett endet). Bis ihr der ehrgeizige neue Hotelmanager die Tour versaut – und ihr Jugendfreund sich als perfekter Schwiegersohn anbiedert. Aber Kati muss aufpassen - wo Zipfelklatscher draufsteht, ist nicht immer Zipfelklatscher drin ...

 

Rezension:


Bayrisch! Sehr sehr bayrisch! Aber auch angenehm lustig ist „Zipfelklatscher“. Wir lernen in Zipfelklatscher die Kati Lochbichler kennen. Eine junge Frau von 29 Jahren, die traditionsbewusst die Fischerei ihres Vaters übernommen hat. Soweit zu den Traditionen! Denn der Rest von Katis Leben ist eigentlich so gar nicht traditionell. Da das Leben auf der „Insel“ doch auch sehr langweilig sein kann, schleicht sich Kati gern mal verkleidet auf private Feiern. Mit eindeutigen Absichten und um viel Spaß zu haben! Als sie dabei erwischt wird, ist es damit erst mal vorbei. Von da an geht ihr Leben ziemlich gegen ihren Plan. Und dann kommt ihr auch noch dieser neue Hotelführer in die Quere und alles steht Kopf.


Heidi Hohner hat sich das erste Mal an einen richtigen regionalen ChickLit Roman gewagt und trifft damit sicher nicht nur das Herz der Bayern. Es ist vor allem eine kleine Hommage an die Fraueninsel mitten im Chiemsee. Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte einzufinden. Der Schreibstil und die bayrische Grammatik sind etwas ungewohnt. Auch wenn die Worte zumeist in Hochdeutsch geschrieben sind, lässt sich der Dialekt eindeutig in der Grammatik rauslesen. Manche sehr bayrische Worte wurden dank Fußnoten übersetzt. Die Geschichte selbst hat mir gefallen, da sie weniger klischeebehaftet ist als andere Romande dieses Genres. Kati ist eine selbstbewusste Frau, die eigentlich keinen Mann sucht und auch keinen braucht. Sie hat mit ihrem Vater und ihrer Schwester (die schon eher den Klischees entspricht) genug zu tun. Da braucht sie keinen Mann, und schon gar keinen der nicht Insulaner ist. Die Namen sind typisch bayrisch gewählt und auch die Charaktere kommen klassisch bayrisch rüber. Der Schreibstil selbst ist sehr angenehm zu lesen, flüssig und amüsant. Insgesamt kommt die bayrische Art wirklich gut rüber und es hat Spaß gemacht zu lesen. Auch Nicht-Bayern dürften mit der Geschichte ihren Spaß haben!

 

Nici

 

Das Buch ist im Piper Verlag erschienen und als Ebook und Printbook erhältlich

 

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