[Rezi] Christine Rath - Butterblumenträume

Kurzbeschreibung:

 

Maja Winter lebt mit ihrer Tochter in Überlingen am Bodensee. Sie ist mit dem Erben eines großen Weingutes liiert und beruflich erfolgreich. Alles läuft in geordneten Bahnen, doch wirklich glücklich ist sie nicht. Eines Tages entdeckt sie ein malerisches Haus am See und träumt davon, dort ein kleines Café zu eröffnen. Ihre neue Freundin, die alte und lebenskluge Nachbarin Frieda, ermuntert sie, ihren Traum zu verwirklichen. Als Maja schließlich ihren Job verliert und sich in den Gärtner des Hauses verliebt, wird ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt und sie steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens

 

Quelle: Gmeiner Verlag  und Amazon

Rezension:

 

Maja Winter, bald Ende 30, hat einen eigentlich relativ sicheren Job in einem Immobilienbüro, eine wunderbare 17 jährige Tochter und einen tollen Freund, der auch noch der Erbe eines der größten Weingüter ist. Ein perfektes Leben, so denkt man. Im Auftrag ihres Chefs läuft sie allerdings der „Butterblume“ über den Weg. Ein wunderschönes altes Gebäude, das aufgrund seiner Optik sofort diesen Titel von ihr bekommt.  Noch in der nächsten Nacht träumt sie davon, nichts ahnend das dieser Traum ihr Leben verändern wird.

 

Doch bevor es so weit kommt, müssen noch allerlei Hindernisse überwunden werden. So muss ihre Nini ihren ersten Liebeskummer überwinden, Maja ihre Beziehung infrage stellen und ihren Job verlieren und Enttäuschungen verarbeiten. Doch am Ende wird sie ihr großes Ziel erreichen … oder?

 

„Butterblumenträume“ von Christine Rath ist eine wunderbare Hommage an die eigenen Träume. In dieser Geschichte geht es um die Liebe. Aber nicht in erster Linie um die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern die Liebe zu einem selbst, zu den Träumen und den Wünschen im Herzen. Auch wenn die Liebe zwischen Mann und Frau nicht zu kurz kommt und in diesem Roman durchaus eine Rolle spielt, ist sie nicht der rote Faden. In „Butterblumenträume“ lernen wir eine Protagonistin kennen, die tatkräftig anpackt, die von Herzen Mutter und immer für ihre Tochter da ist. Die ihre Tochter, zu Recht, vor die Liebe zu einem Mann stellt.

 

Besonders fasziniert hat mich allerdings auch die Rolle der „Frieda“. Eine friesische Frohnatur die Maja genau zum richtigen Zeitpunkt begegnet, ihr mit Rat und Tat zur Seite steht und sich zum Schluss als Retter in der Not entpuppt. Natürlich hat nicht jeder das Glück im Leben einer Frieda zu begegnen, aber unserer Maja gönne ich es von Herzen. Dazu kommt noch ihre lebensfrohe Mutter, die das Abbild der modernen Frau ist. Sie wirkt nicht wie die altbackene Oma. Sie meistert ihr Leben glücklich und zufrieden, war immer für Tochter und Enkelin da und wandelt jetzt auf eigenen Pfaden. All diese Frauen ergeben eine wunderbare Familie wie sie sich glaube jeder unter seinen Freunden wünscht. Auch die weiteren Nebenfiguren sind alle von natürlicher Herzlichkeit geprägt und geben so dem Roman seinen wunderbaren Rahmen.

Als Gegensatz zu den durchweg liebevollen Personen allerdings stehen die Familien von Majas Partner Leon und Ninis Freund Marcus. Allesamt vermögend werden sie etwas arrogant dargestellt. Das passt zu dem allgemeinen Bild, ist aber eben etwas klischeehaft. Tut aber der Geschichte keinen Abbruch. Zudem gerade Marcus Familie erst im Nachhinein ihr wahres Gesicht zeigt.

 

Christine Rath hat ihren Roman in einer lockeren Art geschrieben die einen zu fesseln vermag. Ihr ist es gelungen, mich in ihre Geschichte hineinzuziehen und mit Maja mitzufiebern. Durch die Verwendung der Ich-Form kommt man Maja noch ein Stück näher und es verschafft einem einen tieferen Einblick in Majas Gedanken- und Gefühlswelt.  Der Roman selbst ist sehr flüssig geschrieben lässt aber schreibtechnisch Platz nach oben. Ich denke die Autorin kann sich da noch etwas steigern. Manche Sätze sind durchaus überflüssig. Das nimmt dem Roman nicht den Reiz, aber die Geschichte bewegt sich dadurch nicht schneller vorwärts. Das lässt mich aber nicht abwerten, da mir das Gesamtpaket rundum gefallen hat. Im Juli erscheint mit „Wildrosengeheimnisse“ der Nachfolgeroman und ich weiß jetzt schon das ich dann wieder in Majas Welt eintauchen werden.

 

Fazit:

 

„Butterblumenträume“ ist eine wunderbare Geschichte über Hoffnungen und Träume und das man diese mit ein bisschen Engagement und Glück auch verfolgen sollte. Auch wenn nicht jeder eine Frieda hat, sollte man das Glück beim Schopfe packen. Und letztlich ist es auch ein Liebesroman, doch nicht nur zwischen Mann und Frau, sondern auch Mutter und Tochter und Freundin zu Freundin. Sehr empfehlenswert.

Infos zum Buch:

 

Verlag: Gmeiner Verlag

Seiten: 420

ISBN:   978-3839212738

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