[Rezi] Sophia Farago - Das Geheimnis von Digmore Park

Kurzbeschreibung:

 

In Digmore Park, dem herrschaftlichen Familiensitz der Dewarys, verschwindet die Schwester des Lords spurlos. Ist Frederick, der Erbe von Digmore Park, der Mörder? Alles scheint darauf hinzuweisen - doch der junge Mann ist nicht aufzufinden.

Als die energische Elizabeth Porter einen neuen, attraktiven Stallmeister einstellt, ahnt sie nicht, wen sie vor sich hat ... Die hohen Mauern von Digmore Park wissen ihre Geheimnisse gut zu bewahren. Wird Frederick seine Unschuld beweisen und das Herz der stolzen Elizabeth erobern können?

 

Quelle: DRYAS VERLAG 

 

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Rezension:

 

Frederick Dewary ein Mörder? Als er diese Zeilen liest, kann er es selbst kaum fassen. Schnell führt ihn sein Weg zurück nach England, er muss herausfinden, was wirklich passiert ist. Dort angekommen erfährt er, dass er nicht auf sein Herrenhaus zurückkehren kann, da nach ihm gefahndet wird. Die Gefahr ist einfach zu groß dem Friedensrichter und somit dem sicheren Tod in die Arme zu laufen. Mithilfe eines guten Freundes findet er als Stallmeister Unterschlupf bei der jungen Elizabeth Porter, Tochter der Lady Portland. Sie verwaltet und kümmert sich um das Haus ihrer Familie, seit ihr Vater verstorben ist. Das ist für 1812, in dem Jahr spielt die Geschichte, durchaus sehr ungewöhnlich.

 

Frederick Dewary erwartet dementsprechend eine alte, herrische Jungfer, und erhält auch genau diesen Eindruck als er Miss Porter, Lizzy, das erste Mal gegenübersteht. Doch seine Meinung zu ihr bröckelt von Tag zu Tag. Doch, während seine Liebe zu Elizabeth aufkeimt, muss er auch versuchen, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Was sich als äußerst schwierig erweist, da er zur Lösung irgendwie in sein Elternhaus muss. Und dann ist da ja auch noch seine junge Verlobte, Lady Vivian, die er, nachdem die Umstände überwunden sind, hoffentlich bald zu seiner Frau nehmen kann.

 

Elizabeth kommt der neue Stallmeister seltsam adelig vor, doch längere Zeit ahnt sich nicht, wer das sein könnte. Für sie ist Freddy Michaels allerdings ein Traum von einem Mann, und sie verliebt sich schnell in ihn. Und als sie sein Geheimnis erfährt, ist sie gewillt ihm zu helfen, obwohl er verlobt ist und sie sich in Gefahr begeben muss. 

 

Für Lady Portland, Elizabeths Mutter, ist das Ganze ein großes Abenteuer. Und so begeben sich Lizzy und ihre Mutter auf dem Weg nach Digmore Park. Dort angekommen müssen sie feststellen, dass das Haus von der jungen Lady Bakerfield regelrecht in Besitz genommen wurde. Sie hält die Zügel und ihren Mann Edward, Fredericks Cousin, in der Hand. Lord Digmore selbst verlässt das Zimmer nicht mehr seit dem grausamen Todesfall. Frederick zu helfen stellt Lizzy und ihre Mutter für eine größere Herausforderung, als sie dachten. Und am Ende ist doch plötzlich doch alles anders, als es zuerst scheint.

 

Auf das Buch „Das Geheimnis von Digmore Park“ habe ich mich auf der Homepage „BLOGG DEIN BUCH„ beworben. Eine Liebesgeschichte, die im 18. Jahrhundert spielt, klingt nach einer sehr schönen Geschichte! Schon zu Beginn des Lesens fiel mir die wunderschöne Aufmachung des Buches auf. Nicht nur das Cover, Schriftzug und Geschichte wunderbar harmonieren, auch ist bei jedem neuen Kapitel zu Beginn eine Rose abgebildet. Diese kleinen Extras runden ein schönes Buch wunderbar ab. Eine wunderbare Idee vom DRYAS VERLAG.

 

"Das Geheimnis von Digmore Park" ist Sophia Farago wunderbar gelungen. Elizabeth hat einen liebevollen dennoch sehr starken Charakter. Sie ist eine selbstbewusste, auch vorsichtige und sehr respektvolle junge Frau. Sie ist ihrer Zeit weit voraus. Sie muss ihr Elternhaus führen, was für die damalige Zeit, in der Frauen alsbald zum Gebären von Kindern verheiratet wurden, sehr ungewöhnlich ist. Auch ist sie mit ihren 23 Jahren schon relativ alt für die damalige Zeit. Doch was blieb ihr übrig. Nach dem Tod des Vaters muss alles verwaltet werden, bis ihr Bruder volljährig ist. Und der Verwalter selbst, der kann diese Aufgabe leider nicht mehr ausführen. Und so steht die junge Elizabeth eben selbst ihrem Mann. Billy, der Bruder, spielt lediglich eine pubertäre Nebenrolle, die in den roten Faden des Romans gewebt, aber nicht von Notwendigkeit ist. Lady Portland selbst ist eher die klassische Hausherrin dieser Zeit. Lebensfroh, die Kinder beide fast aus dem Haus, ist sie eher gelangweilt und plant lieber Bälle und Feiern. Sie füllt ihre Rolle, wie der Leser sie erwartet, ganz und gar aus.

 

Dann gibt es natürlich auch noch die Herren von Digmore, Frederick Dewary, seinen Freund und Helfer Charlie und Lord Digmore selbst, dem erst zum Ende eine tragende Rolle zukommt. Sie sind genau das was man von ihnen erwartet. Edle Herren, wohlerzogen höflich und genau so wie sie sein sollen. Auch der Cousin Edward und seine Frau Luise entsprechen den Vorstellungen des Lesers. Insgesamt ist es trotz der tollen Charaktere etwas schade, das einfach wirklich jeder genau dem entspricht, was der Leser erwartet.

 

Die Geschichte selbst ist meines Erachtens spannend und angenehm zu lesen. Allerdings für den Leser etwas vorhersehbar und der Täter ziemlich schnell überführt. Aber Sophia Farago ist es gut gelungen darum eine tolle Geschichte zu schreiben. Es ist spannend zu lesen wie Elizabeth und ihre Mutter taktisch im Haus Digmore vorgehen und mit dem Mitteln der damaligen Zeit Frederick helfen wollen den wahren Mörder zu finden. Am Ende dreht sich der Sachverhalt noch etwas, Details verändern sich. Auch wenn der Mörder der Selbe bleibt, so erfährt man echte Details erst zum Schluss. Dadurch bleibt die Spannung erhalten und das Buch sehr lesenswert. Die Liebe zwischen Frederick und Elizabeth spielt auch erst zum Schluss eine Rolle, und kommt für den wahren echten Romance Fan etwas zu kurz, spielt aber eben in einer Zeit in der Liebe zwischen Mann und Frau eher ein positiver Nebeneffekt war und weniger leidenschaftlich dargestellt wurde. Zum Gesamteindruck des Buches passt es sehr gut.

 

Sophia Farago hat ihren Schreibstil der Zeit ihrer Geschichte sehr gut angepasst, ohne überheblich oder gar gestelzt zu wirken. Die Dialoge wirken modern, ohne ihrer Zeit fremd zu sein. Die Perspektive von außen, der Sicht des Lesers nicht der Protagonistin, passt zu diesem Buch sehr gut. Der Roman wirkt sehr stimmig und macht Lust auf mehr. Die passenden Beschreibungen der Kleidung, der Häuser, Kutschen und Pferde runden das Gesamtbild positiv ab. Ein ganz großes Plus gebe ich vor allem, weil man für diesen Roman kein Fan vom historischen sein muss. Man kann, muss aber nicht. Er springt über die Genres historisch Romane, Krimis und Liebesromane und bietet so für jeden etwas im Gesamtpaket.

 

Fazit:

 

Insgesamt wirkt der Roman etwas zu perfekt. Einfach jeder entspricht den Vorstellungen des Lesers, es gibt keine großen Überraschungen oder Wendungen. Die Charaktere sind nicht so tiefgründig dargestellt, wie sie es vielleicht verdient hätten. Aber insgesamt ist es ein moderner, historischer Roman und die Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich es in einen Rutsch durchgelesen habe. Deshalb fünf Schmetterlinge und eine klare Kaufempfehlung.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Blogg dein Buch und dem Dryas Verlag das ich dieses Buch lesen und rezensieren durfte.

 

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Infos zum Buch:

 

Verlag: Dryas Verlag

Seiten: 380

ISBN:   978-3940855442 

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