[Rezi] Rike Stienen - Kein Traumprinz ist einer zu wenig

Kurzbeschreibung:

 

Kerstins Koffer ist für den lang geplanten Besuch bei ihrer Freundin Laura auf Sylt gepackt. Doch einer ehemaligen, berühmten Boygroup fällt es plötzlich ein, ihr Comeback auf Mallorca zu starten, und ausgerechnet Kerstins Eventagentur wird mit der Organisation beauftragt. Keine Frage, dass der Urlaub dem Job und ihrem Chef Robert zuliebe ausfallen muss. Damit nicht genug: Statt von ihrer Teamkollegin Monika wird Kerstin von Mario, einem deutsch-spanischen Macho-Charmeur, begleitet, der auf der Insel dem Geheimnis seiner Vergangenheit auf der Spur ist. Dass der gemeinsame Auftrag nicht ohne Komplikationen verläuft, versteht sich daher von selbst. Auch Laura kämpft auf Sylt gegen eine Katastrophe: Das Ex-Schwiegermonster steht plötzlich vor ihrer Tür und nistet sich ungefragt in ihr frisches Liebesnest mit Sven ein.

 

Quelle: Oldigor Verlag und Amazon

Rike Stinen - Kein Traumprinz ist einer zu wenig
Rike Stinen - Kein Traumprinz ist einer zu wenig

Rezension:

 

Kerstin steht immer unter Strom. Kerstin macht normal keine Pausen und jettet als Eventmanagerin an die schönsten Orte und gibt immer 100%. Doch jetzt hat sie sich Urlaub verdient. Der Koffer nach Sylt zu ihrer Freundin ist gepackt, und Martin der Nachbar und Ex-Freund hat seine Instruktionen erhalten. Doch dann kommt ihr Chef und bietet ihr das Event ihres Lebens an.


Natürlich kann Kerstin nicht Nein sagen, denn hier geht es immerhin um die Crazy Five, die ihre Reunion planen. Und die Crazy Five waren Kerstins und Lauras, Kerstins Freundin, Lieblingsband. David ihr großer Schwarm. Also düst Kerstin, anstatt nach Sylt nach Mallorca um die Vorbereitungen für das große Comeback Konzert zu starten.


Von Anfang an steht die Reise unter keinen guten Stern, erst sitzt nicht Monika, sondern der umwerfende Mario neben ihr, der sie zwar in so manche prekäre Situation bringt aber leider auch ihr Herz verdammt schnell schlagen lässt. Dann ist da diese fiese Aschewolke die alles verzögert, David ist nicht mehr das, was er mal war, und bei Laura ist das ehemalige Schwiegermonster wieder eingezogen, gegen das Laura und Kerstin in „Ein Sixpack zum Verlieben“ erfolgreich gekämpft haben. Eigentlich wartet ja auch noch Frieder auf Sylt, der hoffentlich umwerfende Bruder von Sven und am Ende kann Kerstin nur noch hoffen doch noch bei ihrer Freundin auf Sylt anzukommen und ein paar schöne Tage zu verbringen.


„Kein Traumprinz ist einer zu wenig“ ist die Fortsetzung von „Ein Sixpack zum Verlieben“ in der wir Laura kennenlernen durften. Die Geschichte von Kerstin spielt vor der wunderbaren Kulisse Mallorcas. Rike Stienen ist es auch wunderbar gelungen die Insel und ihren Charme einzufangen und hat auch bei Sylt im Anschluss einen sehr guten Ton getroffen.


Allerdings sind die handelnden Personen und Protagonisten für meinen Geschmack zu flach geblieben.  Es ist mir während des Lesens nicht gelungen in einen der Charakter einzufühlen oder Einblick zu gewinnen. Selbst Kerstin als Protagonistin ist mir fremd geblieben. Das hat das Weiterlesen etwas erschwert, es hat einfach die Faszination gefehlt. Kerstin als Protagonistin hat eine für mich anstrengende launische Art sie, wirkt teilweise naiv, oft aber genervt und unorganisiert. Ihre Gefühle und Empfindungen der anderen Personen gegenüber wechseln zu oft.  Ihre Gefühle kamen bei mir dadurch bei mir nicht an. Die männlichen Darsteller, und davon gibt’s einige, sind allesamt etwas kompliziert. Aber auch von ihnen ist mir keiner wirklich sympathisch geworden. Und einer davon erschien mir sogar völlig überflüssig, denn irgendwie hat er die Geschichte kein bisschen vorangetrieben. Aber jeder dieser Männer wird von Kerstin als potenzieller Traumprinz abgecheckt. Letztlich entpuppt sich natürlich der eine als Traumprinz, von dem wir es am wenigsten erwartet hätten.


Insgesamt finde ich einfach etwas schade, dass die Personen nicht so viel Tiefe erhalten haben, wie sie es verdient hätten. Die Geschichte selbst verliert dadurch etwas und hätte meines Erachtens mehr Potenzial besessen. Vielleicht doch einen oder zwei Traumprinzen weniger, aber dafür mehr Charakterstärke für die anderen.


Insgesamt war die Geschichte eine, für meinen persönlichen Geschmack, zu massige Ansammlung gängiger Klischees. Das hat mein Lesevergnügen etwas zu straff gedämpft. Der Schreibstil selbst war aber soweit sehr gut. Ein paar überflüssige Sätze sind mir aufgefallen, die einen erwarten lassen, dass etwas Bestimmtes passiert, dabei aber eigentlich nur Lückenfüller waren. Das waren aber Gott sei Dank wenige, und somit ließ sich die Geschichte am Ende doch gut lesen, und ich kann 3 Schmetterlinge vergeben.


Fazit:


„Kein Traumprinz ist einer zu wenig“ war eine Ansammlung, mir persönlich nicht so sympathischer Protagonisten, was aber durch einen angenehmen Schreibstil und Mallorca und Sylt als Kulissen wieder gut gemacht wird.

Info zum Buch:

 

Verlag: Oldigor Verlag

Seiten:  292

ISBN:    978-3943697476

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Kommentare: 2
  • #1

    Cheyenne Leeks (Donnerstag, 02 Februar 2017 06:50)


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